NRW-Spitzenkandidat Moritz Körner in Bonn

„Eigentlich führen wir zwei Wahlkämpfe.“ So leitet Moritz Körner, Spitzenkandidat der FDP in NRW im Europawahlkampf, den Diskussionsabend auf Einladung der FDP Kreisverbände Bonn und Rhein-Sieg ein. Gemeint ist damit, dass wir für die EU als solche als auch für die Freien Demokraten kämpfen müssen, da über den Nutzen der EU als solche nach wie vor gestritten wird. Für Moritz Körner ist die EU allerdings längst kein Projekt mehr, das in Frage zu stellen wäre, sondern eine Tatsache, die es zu verbessern gilt.

Beim Streit um den Nutzen der EU, kommt der inhaltliche Diskurs zur Weiterentwicklung der EU nach Meinung Moritz Körners oft zu kurz. Nicht so bei unserem Diskussionsabend: Er präsentiert den Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele Ideen aus praktisch allen Politikbereichen. Im Bereich Sicherheit streitet er für einen besseren, digitalen Informationsaustausch zwischen den nationalen Sicherheitsbehörden und die verstärkte, gemeinsame Sicherung der Außengrenzen durch Frontex. Vision müsse eine europäische Armee sein. Auch im Bereich Forschung und Bildung soll die EU stärker zusammenarbeiten, u.a. mit einem europäischen Forschungsprogramm.

Sehr wichtig sei eine gemeinsame Repräsentation der EU nach außen. „Wir sind in der Welt ziemlich allein, wenn wir nicht europäisch handeln“, so Körner. Die EU müsse in der Außen- und Entwicklungspolitik mit einer Stimme sprechen, um international weiter relevant zu sein. Erst kürzlich, im Fall des venezolanischen Machtwechsels, habe die EU keine gemeinsame Erklärung herausbringen können, weil diese von einem Mitgliedsstaat blockiert wurde. Dies müsse sich dringend ändern.

Moritz Körner tritt dafür ein, dass sich die EU auf Politikbereiche konzentriert, wo sie grenzüberschreitende Probleme lösen kann. Außerdem spricht er sich dafür aus visionär zu sein, denn die EU wäre ohne visionäre Ideen vermutlich nie entstanden und er möchte mehr europaweite Einigungen durch kluge Kompromisse erzielen.

Er hat sehr gute Chancen, seine Ideen demnächst in Brüssel und Straßburg selbst umzusetzen: Der 28-jährige ist aktuell Mitglied des Landtags in NRW und hat mit Platz 4 auf der Bundesliste der FDP sehr gute Chancen in das Europaparlament einzuziehen.

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