Karstadt-Deal: In Zukunft investieren statt der Vergangenheit nachzutrauern

Für die Karstadt-Mitarbeiter war der 19. Juni 2020 ein Tag des Schocks: Der Karstadt-Konzern kündigte an, dass die Filiale mit 120 Mitarbeitern in Bonn geschlossen wird.

Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat angekündigt, dass sich die Stadt an der Rettung der Karstadt-Filiale beteiligen und der aktuelle Erbpachtzins erheblich gekürzt werden soll.

„Das Geschäftsmodell von Karstadt ist schon seit vielen Jahren stark angegriffen. Doch für das Missmanagement von Karstadt sind nicht die Bonner Bürgerinnen und Bürger verantwortlich! Denn sie wären es doch, die diesen Deal teuer bezahlen müssten.“ ärgert sich Franziska Müller-Rech, Kreisvorsitzende der Bonner Freien Demokraten und Wahlkreiskandidatin in der Bonner Innenstadt. Daher fordern die Bonner Freien Demokraten, dass sich Oberbürgermeister Ashok Sridharan umgehend mit einer Nachnutzung dieses Grundstücks für den Bonner Einzelhandel beschäftigt, statt Karstadt städtisches Steuergeld hinterherzuwerfen. „Dass sich das Geschäftsmodell von Karstadt, gerade in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kaufhof, wieder erholen kann, ist unwahrscheinlich. Mit dem Verzicht auf Mieteinnahmen lösen wir das Problem nicht, sondern verlagern es nur in die Zukunft.“

Der Oberbürgermeister-Kandidat der Freien Demokraten Werner Hümmrich ergänzt: „Während der Corona-Krise haben viele Beschäftigte ihren Job verloren, wurden in Kurzarbeit geschickt oder bangen noch immer um ihre Zukunft. Geschäfte in der Innenstadt mussten schließen und hatten dabei keine Chance auf städtische Unterstützung. Umso unverständlicher ist, dass ein millionenschwerer Deal zu Lasten der Stadt ein Unternehmen unverhältnismäßig bevorzugt. Die Bedeutung des Standortes und die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter ist uns durchaus bewusst. Es bleibt aber die Frage, ob wirklich nur die Corona-Krise der Grund der Schieflage ist. Vielmehr besteht die Gefahr, ein kränkelndes Geschäftsmodell von der Stadt subventionieren zu lassen. Der Deal ist nicht nur unfair gegenüber den vielen kleinen Einzelhändlern, die die Krise weitestgehend auf eigenes Risiko hin durchstehen müssen, sondern auch wettbewerbspolitisch bedenklich.“

Auch der Bundestagsabgeordnete der Freien Demokraten Alexander Graf Lambsdorff ist skeptisch: „Eine Senkung des Erbpachtzinses für 20 Jahre kostet die Bonner Steuerzahlerinnen und Steuerzahler viel Geld. Statt in ein Geschäftsmodell der Vergangenheit Steuergeld zu versenken, sollten wir es besser in die Zukunft investieren, zum Beispiel in digitale Infrastruktur der Bonner Schulen oder den Ausbau von Kita- und OGS-Plätzen.“

„Für eine starke Wirtschaft und Investitionen in Bildung und Digitalisierung stehen in Bonn nur die Freien Demokraten.“, resümiert Franziska Müller-Rech.

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