Sicherung des Forschungszentrums Caesar

Die FDP-Ratsfraktion begrüßt die Prüfung des Forschungszentrums Caesar zur vollständigen Integration in die Max-Planck-Gesellschaft. Damit könnte die finanzielle Zukunft eines herausragenden Forschungszentrums in Bonn gesichert werden. Dies wäre auch ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Wissenschaftsregion Bonn-Rhein-Sieg.

Durch eine mögliche Integration in die Max-Planck-Gesellschaft kann für das Forschungszentrum gewährleistet werden, dass finanzielle Engpässe durch die für die private Stiftung schlechte Niedrigzinslage nicht zu einer Verschlechterung der Forschungsbedingungen werden. Der derzeitige Assoziationsstatus wird nur dahingehend erweitert, dass die Max-Planck-Gesellschaft nicht nur wie bisher die wissenschaftliche, sondern auch die finanzielle Verantwortung für das Forschungsinstitut übernehmen wird. Davon werden beide Institutionen profitieren.

Das Forschungszentrum Caesar ist derzeit ein integraler Bestandteil im Netzwerk der neurowissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Bonn und stellt damit eine wichtige Stütze der Wissenschaftslandschaft Bonn-Rhein-Sieg dar. Die interdisziplinäre Grundlagenforschung an der Verknüpfungsstelle zwischen Hirnfunktion und Verhalten von Lebewesen ist einmalig in Deutschland in diesem Forschungszentrum gebündelt. Deshalb muss es auch für die Kommunalpolitik ein wichtiges Anliegen im Sinne des wissenschaftlichen Standortmarketings sein, dass die Forschungsstätte in Bonn erhalten bleibt.

Mit einer möglichen Integration in die Max-Planck-Gesellschaft könnte auch sichergestellt werden, dass rund 290 Arbeitsplätze – davon alleine 180 Mitarbeitende im Bereich „Wissenschaft“ – im Forschungszentrum gesichert werden. Die herausragende Forschung am Caesar zieht internationale Spitzenforscherinnen und –forscher nach Bonn. Derzeit sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 39 Ländern in diesem Forschungszentrum tätig. Von denen leben viele zusammen mit ihren Familien auch im Stadtbezirk Bad Godesberg, wo das Forschungszentrum am Rande der Rheinaue 2001 gebaut wurde. Das ist auch ein gutes Beispiel dafür, welche wichtige Rolle das Thema „Internationalität“ im Stadtbezirk Bad Godesberg hat. Als Stadtratsfraktion ist es der FDP auch ein großes Anliegen, dass internationale Forschende  und ihre Familien sich während ihrer Zeit in Bonn wohlfühlen. So setzen sich die Liberalen u.a. verstärkt für die Einführung von Englisch als zweite Verwaltungssprache ein, um Sprachbarrieren bei Behördengängen abzubauen, sowie für den Ausbau von internationalen Schulen.

Bildrechte: Michael Sondermann / Bundesstadt Bonn

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