Deutsches Museum Bonn

Ausschuss will Deutsches Museum Bonn erhalten

Ginge es nach dem Ausschuss für Internationales und Wissenschaft, der am Dienstag im Ratssaal getagt hat, bleibt ein jährlicher städtischer Zuschuss für das Deutsche Museum Bonn in Bad Godesberg entgegen aller bisherigen Beschlüsse „von oben“ erhalten. Vor allem die in der so genannten Jamaika-Koalition vertretenen Parteien, die den Zuschuss eigentlich streichen wollten, sprachen sich engagiert und einmütig für den Erhalt städtischer Finanzmittel und damit des Museums aus. Ulli Hauschild sagte, es solle nicht nur das einzige Technikmuseum weit und breit geschlossen werden, sondern auch eine „erfolgreiche, mehrfach preisgekrönte Bildungs- und Lerninstitution“, die rund 70.000 Besucher bei rund 1.000 Veranstaltungen pro Jahr vorweisen könne. In diesen Tenor stimmten auch Christiane Overmanns (CDU) und Angelica Maria Kappel (Grüne) ein. Letztere brachte die Verabschiedung einer Resolution, die der Ausschuss fassen solle, ins Gespräch.  Hauschild erinnerte an einen Ratsbeschluss, der die unbefristete Existenz des Museums in Bonn sichern sollte, in dem es seinerzeit hieß, dass das Deutsche Museum zu „einer unverzichtbaren Einrichtung innerhalb des Kulturangebots der Bundestadt Bonn geworden“ sei, dessen „Angebotsspektrum wie kein anderes den Zielen der Bundesstadt Bonn“ entspreche.  Davon sei nicht mehr viel übrig geblieben, so der FDP-Vorsitzende, denn er vermutete, dass es sowohl in der Kommunalpolitik als auch in der Verwaltungsspitze Mitmenschen gebe, die das Museum für verzichtbar halten und noch nie da waren. Zwischenzeitlich wurde bekannt, dass sich die Museumsleitung intensiv um eine weitere dauerhafte Finanzierung der Institution bemühe, so dass der Zuschuss der Stadt Bonn geringer als die bisher gezahlten 715.000 Euro ausfallen könne.