Zweites Bildungssicherungsgesetz verabschiedet

Auch dieses Schuljahr ist wegen der Corona-Pandemie leider nicht wie jedes andere. Gestern haben wir daher im Landtag NRW das Zweite Bildungssicherungsgesetz verabschiedet. Darin regeln wir die Ausnahmen der schulgesetzlichen Regelungen für dieses besondere Schuljahr – also ein sehr wichtiges Gesetz für alle am Schulleben beteiligten Personen.

Ein großer Teil des Gesetzes kümmert sich um die Sonderregelungen für die Abschlussprüfungen. Dazu habe ich hier schon eigene Beiträge geschrieben, die ich Euch dafür wärmstens zum Nachlesen ans Herz lege. Die anderen Regelungen möchte ich Euch heute gerne darstellen.

1️⃣. Erprobungsstufe

Am Ende der 6. Klasse entscheiden dieses Jahr die Eltern nach einer Beratung durch die Schule, ob ihr Kind an der Schule bleiben oder die Schulform wechseln soll.

2️⃣. Versetzungen

Es wird kein pauschales „Durchwinken“ aller Schüler:innen in die nächste Jahrgangsstufe geben. Wir haben aber erweiterte Nachprüfungsmöglichkeiten geschaffen. Außerdem können Schüler:innen freiwillig das Schuljahr wiederholen, ohne dass das Jahr auf die sogenannte Höchstverweildauer angerechnet wird.

3️⃣. Blaue Briefe

Es gibt in diesem Schuljahr aber keine „Blauen Briefe“. Sie werden sonst verschickt, wenn sich die Leistungen in einem Fach seit dem Halbjahreszeugnis verschlechtert haben. Dieses Jahr werden Minderleistungen in höchstens einem Fach, die abweichend von der im letzten Zeugnis erteilten Note nicht mehr ausreichend sind, bei der Versetzungsentscheidung nicht berücksichtigt.

4️⃣. Prüfungen am Ender der EF

Die zentralen schriftlichen Leistungsüberprüfungen am Ende der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe finden nicht statt.

5️⃣. Delfin 4

Die Sprachstandsfeststellungen finden erst im Schuljahr 2021/2022 wieder statt.