Aufklärungskampagne gegen Zwangsheirat

Im vergangenen Jahr sind in NRW 26 Fälle (12 mehr als im Vorjahr) von Zwangsheiraten bekannt geworden. Meist betroffen sind junge Mädchen und Frauen, mehr als die Hälfte ist noch minderjährig. Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher.

In unserer heutigen Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung & Frauen haben wir uns deshalb mit dem Thema beschäftigt. Der Bericht der Beratungsstellen „Aktion Selbstbestimmt“ und Agisra war hochspannend und ging unter die Haut. Vielen Dank für den Bericht und die wichtige Arbeit, um Betroffenen von Zwangsheirat zu helfen. 💛

Um diese wichtige Arbeit zu unterstützen, für mehr Aufklärung zu sorgen und über Hilfeangebote zu informieren, hat das zuständige Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW im Juni die Kampagne „EXIT.NRW – Schutz vereint – NRW gegen Zwangsheirat“ gestartet. ℹ️

Mit Plakaten und einem Spot im Fahrgast-TV in Bussen und Bahnen in NRW, Infomaterial in Schulen und einer Kampagne in Sozialen Medien macht die Landesregierung auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam. 🚌🚊

Ich bin froh, dass wir in NRW das Thema priorisieren und neben der Aufklärungsarbeit unter anderem auch zwei Fachberatungsstellen fördern. Zwangsheiraten sind ein unterschätztes und noch viel zu vielen unbekanntes Vergehen, dass es entschlossen zu bekämpfen gilt. Wir Freie Demokraten kämpfen dafür, dass junge Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und für sich selbst frei entscheiden dürfen. Zwangsheirat ist Gewalt gegen das Selbstbestimmungsrecht von jungen Frauen – und übrigens auch Männern, die davon betroffen sein können.