Verändertes Testverfahren an Grundschulen

Im Zuge der Omikron-Welle mussten wir leider unser erfolgreiches Lolli-Pooltestverfahren ändern. Die Labore waren bei der PCR-Test-Auswertung durch die Omikronwelle überlastet. Zudem hatte Bundesgesundheitsminister Lauterbach eine Priorisierung der PCR-Tests für Personen der Risikogruppe und der sie behandelnden Personen, aber nicht für Kinder und Jugendliche beschlossen. Das habe ich sehr bedauert, weil uns mit den Lolli-PCR-Tests ein etabliertes Verfahren aus den Händen genommen wurde.

Positive PCR-Pools wurden seitdem mit Schnelltests „aufgelöst“. Dieses kombinierte Verfahren hat nicht gut geklappt. Deswegen stellen wir mit entsprechendem Vorlauf zum 28.02. in NRW das Verfahren um:
➡️ Nicht immunisierte Personen müssen künftig *dreimal wöchentlich* einen Antigen-Selbsttest durchführen.
➡️ Die Tests führen die Schüler:innen mit ihren Eltern zu Hause durch – zum Beispiel am Vorabend oder morgens vor der Schule.
➡️ Die Testkits erhalten die Schüler:innen kostenfrei von den Schulen.
➡️ Die Schulkonferenz kann beschließen, dass die Tests weiter in den Schulen stattfinden.

Ich begrüße das neue Verfahren sehr. Es nimmt zum Beispiel den Eltern die Unsicherheit, ob sie ihr Kind nach einem positiven Test wieder in der Schule abholen müssen. Da ist der Test zu Hause einfacher – zumal sich dann positiv getestete Kinder gar nicht erst auf den Schulweg machen.

Die Umstellung senkt auch die Belastung der Lehrkräfte, die seit Beginn der Pandemie enormen Mehraufwand haben – ganz besonders in den Grundschulen. Dem Unterstützungsbedarf unserer Kleinsten in dieser schwierigen Zeit werden sie in herausragender Weise gerecht. Dafür kann ich mich immer wieder nur bedanken!

Positiv finde ich bei der Umstellung auch, dass die Schulen die Möglichkeit haben, in Einzelfällen Schüler:innen nachzutesten oder in der Schulkonferenz zu beschließen, dass doch alle Tests im Klassenzimmer stattfinden. So kann man auch auf die ganz individuelle Situation jeder Schule eingehen.