Schulfach Informatik mit klassischen Naturwissenschaften gleichstellen

Unser Umfeld ist so stark von der Digitalisierung geprägt, dass Informatik ein fester Bestandteil des Schulstoffs sein sollte. Wir Freie Demokraten setzen uns in NRW daher für eine deutliche Stärkung des Schulfachs Informatik ein. Mit dem Schuljahr 2021/2022 wurde Informatik als Pflichtfach in den Klassen 5 und 6 in NRW eingeführt. Für eine weitere Stärkung wollen wir das Fach Informatik mit den Naturwissenschaften im Abitur gleichstellen und werden uns dafür bei der Kulturministerkonferenz einsetzen!

Wir blicken in eine digitale Zukunft und müssen unsere Schülerinnen und Schüler darauf vorbereiten. Wir wollen, dass sie mit digitalen Medien umgehen können, aber auch die Prozesse und Entwicklungen im Hintergrund verstehen.

Schaut Euch hierzu meine Rede im Landtag von Nordrhein-Westfalen an:

Erfolgreiche Abiturprüfungen

In den letzten beiden Jahren war es uns ein besonderes Anliegen, für die Schüler:innen trotz der Pandemie faire Prüfungen und einen vollwertigen Abschluss zu gewährleisten. Hierfür haben wir zahlreiche Maßnahmen ergriffen, zum Beispiel einen erweiterten Aufgabenpool, späteren Prüfungsbeginn und optionalen Nachschreibetermin. Auch dieses Jahr haben wir zum Wohle der Schüler:innen gegen erheblichen Widerstand der Opposition an den zentralen Abschlussprüfungen festgehalten.

Dass dieser Weg den Schüler:innen gegenüber fair und richtig war, zeigen nun auch die Ergebnisse der Abiturprüfungen. Sowohl die Durchschnittsnote von 2,34 als auch die Durchfallquote von 3,28 % haben sich gegenüber den Vorjahren in NRW verbessert.

Ich gratuliere allen Abiturient:innen und weiteren Absolvent:innen zu ihrem erfolgreichen Abschluss, mit dem sie sich ohne Nachteil gegenüber früheren Jahrgängen für Ausbildungs- und Studienplätze bewerben können. Es war wichtig, einen vollwertigen Abschluss zu ermöglichen und die Schüler:innen nicht mit einem Gummi-Notabitur aus ihrer Schulzeit zu verabschieden.

Schulbetrieb nach den Osterferien

Ausgangslage

Zum 22. Februar 2021 sind die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Förderschulen und Abschlussklassen im Wechselmodell in die Schulen zurückgekehrt.

Seit 15. März 2021 kehrten auch alle weiteren Schülerinnen und Schüler im Wechselunterricht an die Schulen zurück.

Vor den Osterferien wurden bereits Testkits an die weiterführenden Schulen geliefert. Diese wurden als freiwilliges Testangebot durchgeführt. Eltern beziehungsweise volljährige Schülerinnen und Schüler konnten durch ein Widerspruchsformular angeben, dass sie beziehungsweise ihre Kinder nicht am Testangebot teilnehmen möchten. Auch nicht getestete Schülerinnen und Schüler konnten weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen.

Aufgrund der ansteigenden Infektionszahlen wurden in einigen Kommunen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 100 in Absprache mit dem Gesundheits- und dem Schulministerium die Rückkehr in den Distanzunterricht beschlossen. Diese Maßnahmen wurden eingebettet in Gesamtkonzepten im Rahmen der Corona-Notbremse getroffen.

Belieferung der Schulen mit Selbsttests

Vor den Osterferien wurden 1,8 Millionen Selbsttests an die weiterführenden Schulen geliefert.

Durch die Ausweitung der Teststrategie auf zwei Testungen pro Woche an allen Schulen (nun auch Grund- und Förderschulen, die vor den Osterferien keine Testangebote erhalten haben) mussten die Schulen nachbeliefert werden.

Die Landesregierung geht von einem wöchentlichen Bedarf von 5,5 Millionen Selbsttests für die Schulen aus. Das sind zwei Tests pro Woche für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und sonstiges an den Schulen tätiges Personal.

Der Versand an die Schulen hat am 8. April begonnen. Leider hat das beauftragte Logistikunternehmen mehrfach Kommissionierungs- und Lieferprobleme gemeldet. Daher kann leider zum heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Verzögerungen und Probleme bei der Auslieferung der Tests an die Schulen auftreten.

Auch an Grund- und Förderschulen sollen die Testungen mit den sogenannten Selbsttests in Form von Abstrichen mit Wattestäbchen erfolgen, die auch an weiterführenden Schulen verwendet werden. Es gibt bisher keinen Anbieter, der landesweit andere kindgerechtere und zugelassene Testkits bereitstellen kann, die mit den Selbsttests vergleichbar wären.

Zur Durchführung der Tests und Beantwortung weiterer möglicher Fragen hat das Schulministerium eine eigene Website mit Informationen bereitgestellt: https://www.schulministerium.nrw/selbsttests

Schulbetrieb nach den Osterferien

Durch ein Vorziehen der Impfungen von Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern, die bisher noch nicht geimpft wurden, soll der Infektionsschutz an den Grundschulen noch weiter ausgebaut werden.

Im Präsenzbetrieb der Schulen wird es eine grundsätzliche Testpflicht in den Schulen mit wöchentlich zweimaligen Selbsttests für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weiteres Personal an den Schulen geben. Diese Testpflicht wird in der CoronaBetreuungsverordnung geregelt.

Die verpflichtenden Tests werden generell in der Schule mit Selbsttests durchgeführt. Die gemeinsame Testung in der Schule ist im Sinne des gemeinsamen Schutzes ein transparentes Mittel, dass der Test auch richtig durchgeführt wurde bzw. wird.

Alternativ ist möglich, die negative Testung durch eine zertifizierte Teststelle nachzuweisen (zum Beispiel „Bürgertest“), die höchstens 48 Stunden zurückliegt.

Für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung gilt: Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann zulassen, dass Corona-Selbsttests für zu Hause unter elterlicher Aufsicht stattfinden. In diesem Fall müssen die Eltern das negative Ergebnis schriftlich versichern.

Schülerinnen und Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

Für die Durchführung der Selbsttests ist keine schriftliche Einwilligung der Schülerinnen und Schüler bzw. ihrer Eltern erforderlich. Diese Verarbeitung von „Gesundheitsdaten“ ist in § 16 Abs. 1 Nr. 3 Var. 4 des Datenschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 lit. i DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, „Verarbeitung aus Gründen öffentlicher Gesundheitsbelange“) geregelt.

Schülerinnen und Schüler, deren Ergebnis des Selbsttests positiv ist, werden von einer Lehrkraft beziehungsweise anderem schulischen Personal in einen separaten Raum gebracht. Der Nachhauseweg kann selbstständig oder durch Abholung der Eltern erfolgen. Ein positives Selbsttestergebnis ist durch einen PCR-Test zu bestätigen. Eine erneute Teilnahme am Unterricht ist erst mit einem negativen PCR-Test wieder möglich.

Wegen der vergleichsweise hohen Falschpositivrate der PoC-Selbsttests erfolgt eine Meldung ans Gesundheitsamt erst nach Bestätigung eines positiven Ergebnisses durch den PCR-Test. So vermeiden wir, dass für ganze Schulklassen oder Teile des Lehrerkollegiums bei Falschpositiv-Ergebnissen Quarantänen angeordnet werden, obwohl gar keine Ansteckung vorliegt.

Trotz negativer Selbsttestergebnisse der Lerngruppen und des schulischen Personals bleiben die AHA-L-Regeln bestehen, insbesondere die Notwendigkeit zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bzw. einer medizinischen Maske. Für die Möglichkeit eines Präsenzunterrichts trotz Corona müssen viele Hygienevorkehrungen zusammenspielen. Je mehr Präventivmaßnahmen zusammenwirken, desto höher ist der Schutz. Das Ergebnis eines Antigentests ist eine Momentaufnahme, und es werden mit dem Test leider auch nicht alle Infizierten gefunden, sondern vor allem die Personen mit hoher Virenlast, also die sogenannten „Spreader“. Wenn ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler regelmäßig an diesen Selbsttests teilnimmt, dann entsteht damit – neben den geltenden Hygienemaßnahmen – ein solides, zusätzliches Sicherheitsnetz. Das bedeutet aber nicht, dass der Antigentest andere wichtige Hygienemaßnahmen wie das Tragen einer medizinischen Maske ersetzen kann.

Durchführung der Abiturprüfungen

Die Abiturprüfungen werden wie vorgesehen am 23. April 2021 beginnen. Der Unterricht für die Abiturientinnen und Abiturienten der allgemeinbildenden Schulen wird sich in den kommenden neun Unterrichtstagen zwischen dem Ende der Osterferien und dem Beginn der Prüfungen auf die Abiturprüfungsfächer konzentrieren.

Auch an den Beruflichen Gymnasien gelten die bereits festgelegten Regelungen fort und es kann dort auf die zentralen Abiturprüfungen in Präsenz unter Berücksichtigung besonders prüfungsrelevanter Themenbereiche zielgerichtet vorbereitet werden. Auch die Studierenden der Weiterbildungskollegs können sich so unverändert auf die zentralen und dezentralen Prüfungen einstellen.

Kein Durchschnittsabitur 2021!

Nicht schon wieder die Diskussion… 🙈

Wie auch schon im letzten Jahr fordert die GEW auch 2021 ein Durchschnittsabitur wegen der Corona-Pandemie. Ihrer Meinung nach sollen nur die Unterrichts- bzw. Vornoten die Endnote bestimmen und alle Abschlussprüfungen abgesagt werden. Die Argumente haben sich nicht geändert. Meine große Sorge ist immer noch, dass das die NRW-Abschlüsse 2021 im Vergleich zu anderen Ländern oder Jahrgängen entwerten würde. Das wäre allen Schüler:innen gegenüber schreiend unfair, die ihre gesamte Schullaufbahn auf Ihren Abschluss hingearbeitet haben. ❌

Ehrlicherweise bin ich sehr sauer darüber, dass die GEW diesen unsinnigen Vorschlag jetzt noch einmal aufwärmt. Das versetzt die Schüler:innen der Abschlussjahrgänge nur in unnötige Unruhe – und das braucht kein Mensch. Mir haben übrigens mehrere Absolvent:innen 2020 geschrieben, dass sie sehr stolz auf das Erreichte und froh darüber sind, dass wir die Prüfungen letztes Jahr nicht abgesagt haben! 💪

Mit uns wird es auch in diesem Jahr keine Corona-Notabschlüsse geben. Ich finde, wir sind es den Schüler:innen der Abschlussjahrgänge schuldig, dass sie bei der Bewerbung auf Ausbildungs- und Studienplätze mit Abschlüssen aus anderen Jahrgängen und Bundesländern konkurrieren können und einen vollwertigen Abschluss erhalten! Wie furchtbar wäre das, wenn Du 10, 12 oder 13 Jahre auf etwas hinarbeitest, was dann als „Gummi-Abitur“ oder „Schmalspurabschluss“ abgewertet wird?! Nicht mit uns! 🚫

Abitur 2021

Ab dem 23.04. beginnen in NRW die Abiturprüfungen. Uns ist wichtig, dass auch im diesen Jahr sichere und faire Abschlussprüfungen stattfinden und den Prüflingen keine Nachteile durch die Pandemie entstehen. Dafür haben wir schon fünf wichtige Weichen gestellt:

1️⃣. Der Beginn der Abiturprüfungen wird um 9 Tage nach hinten verschoben. So gibt es eine längere Vorbereitungsphase, um eventuell entstandene Lücken aufarbeiten zu können.

2️⃣. Wir haben den Aufgabenpool für die Lehrkräfte erweitert. So gibt es mehr Auswahlmöglichkeiten für wirklich passgenaue Prüfungsaufgaben. ✅

3️⃣. Wir schaffen eine lehrkraftunterstützte Vorbereitungsphase. Das heißt, dass es noch mal mehr Vorbereitung mit den Lehrerinnen und Lehrern zusammen gibt. 🏫

4️⃣. Für den Fall, dass drei Prüfungstermine auf direkt aufeinanderfolgende Tage fallen, schaffen wir die Möglichkeit eines optionalen Nachschreibetermins. 📝

5️⃣. Die externe Zweitkorrektur fällt dieses Jahr aus. ❌

Ich wünsche allen Abiturientinnen und Abiturienten eine gute und wirksame Vorbereitungsphase und viel Erfolg bei den Prüfungen. 🍀