Seit heute wieder Präsenzunterricht

Heute war es endlich so weit: Die Schüler:innen in NRW kehren in die Schulen zurück.

Wir setzen dabei auf den Dreiklang Impfen – Schützen – Testen. „Derzeit gibt es kaum einen sichereren Ort als die Schule“, sagt Dr. Oliver Ziehm von der Landeselternschaft der Gymnasien. „Hier befinden sich die Kinder und Jugendlichen bis zu acht Stunden unter Aufsicht, um die AHA-Regeln einzuhalten. Infizierte Personen werden binnen 48 Stunden identifiziert und können dann keinen mehr anstecken.“

Die Präsenz ist so wichtig, um Bildungschancen zu sichern und unseren Schüler:innen endlich mehr Normalität zurückzugeben. Sie haben 14 Monate auf so viel verzichten müssen.

Ich hoffe, alle Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern hatten einen guten Start!

Rückkehr unserer Schüler:innen in Vollpräsenz zum 31. Mai

Heute haben Armin Laschet und Schulministerin Yvonne Gebauer in der Landtagsunterrichtung hervorragende Nachrichten für unsere Schüler:innen in NRW verkündet. In Kreisen und kreisfreien Städten, die an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen eine Inzidenz unter 100 aufweisen, kehren ALLE Schüler:innen ab dem 31. Mai wieder in Vollpräsenz in die Schulen zurück.

Unsere Schüler:innen haben in den letzten 15 Monaten auf so vieles verzichtet und (richtigerweise) zurückgesteckt aus Rücksicht auf ältere Personen und andere Risikopatienten. Diese Bevölkerungsgruppe ist mittlerweile überwiegend geimpft oder ihr Impftermin ist vereinbart beziehungsweise in Sicht. Die Infektionszahlen im Land sinken, dafür sind wir sehr dankbar. Nun ist die Zeit gekommen, unseren Schüler:innen ein großes Stück mehr Normalität zurückzugeben. Die strengen Hygienemaßnahmen (negative Testung, Abstand, Masken, etc.) bleiben bestehen, wenn nun alle Schüler:innen endlich wieder jeden Tag an ihre Schulen zurückkehren.

Dieser Schritt ist so richtig und wichtig. Immer mehr Kinder- und Jugendärzte warnen schon seit Monaten vor den psychischen Folgen, unter denen viele Schüler:innen durch den Lockdown und die Schulschließungen leiden. Vielerorts waren und sind die Kinder- und Jugendpsychiatrien leider derart voll, dass nur noch suizidgefährdete Personen aufgenommen werden können. Es ist von einer Triage-Situationen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie die Rede. Das dürfen wir nicht tatenlos hinnehmen.

Kinder brauchen Kinder, damit sie sich optimal entwickeln können. Dafür können wir jetzt endlich wieder besser sorgen. Ich freue mich deshalb sehr, dass in vielen Kreisen in NRW bald wieder Präsenzbetrieb möglich ist – ehrlicherweise fällt mir ein richtiger Stein vom Herzen. 💛💙

Auswirkungen der Bundesnotbremse auf den Schulbetrieb

Letzte Woche ist das Bundesgesetz zum Schutze der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite in Kraft getreten.

Das neue Gesetz stellt eine Bundesnotbremse dar und beinhaltet folgende Vorgaben für den Schulbetrieb:

– Präsenzunterricht nur mit angemessenen Schutz- und Hygienekonzepten

– Teilnahme am Präsenzunterricht nur bei wöchentlich zwei negativen Tests

– Schulbetrieb nur im Wechselmodell (mit Ausnahme für die Abschlussklassen)

– kein Präsenzbetrieb ab einer regionalen Inzidenz von über 165 (ausgenommen Abschlussklassen und Förderschulen)

– Abschlussprüfungen gelten nicht als Unterricht und sind daher von den Regelungen ausgenommen

– Möglichkeit einer pädagogischen Notbetreuung durch die Länder

In NRW wurden die neuen Bundesvorgaben in der Coronabetreuungsverordnung übernommen, die damit für die Schulen maßgeblich bleibt. Das Betreuungsangebot wird in NRW in der bekannten Form fortgeführt.

Schulbetrieb nach den Osterferien

Ausgangslage

Zum 22. Februar 2021 sind die Schülerinnen und Schüler der Grund- und Förderschulen und Abschlussklassen im Wechselmodell in die Schulen zurückgekehrt.

Seit 15. März 2021 kehrten auch alle weiteren Schülerinnen und Schüler im Wechselunterricht an die Schulen zurück.

Vor den Osterferien wurden bereits Testkits an die weiterführenden Schulen geliefert. Diese wurden als freiwilliges Testangebot durchgeführt. Eltern beziehungsweise volljährige Schülerinnen und Schüler konnten durch ein Widerspruchsformular angeben, dass sie beziehungsweise ihre Kinder nicht am Testangebot teilnehmen möchten. Auch nicht getestete Schülerinnen und Schüler konnten weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen.

Aufgrund der ansteigenden Infektionszahlen wurden in einigen Kommunen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 100 in Absprache mit dem Gesundheits- und dem Schulministerium die Rückkehr in den Distanzunterricht beschlossen. Diese Maßnahmen wurden eingebettet in Gesamtkonzepten im Rahmen der Corona-Notbremse getroffen.

Belieferung der Schulen mit Selbsttests

Vor den Osterferien wurden 1,8 Millionen Selbsttests an die weiterführenden Schulen geliefert.

Durch die Ausweitung der Teststrategie auf zwei Testungen pro Woche an allen Schulen (nun auch Grund- und Förderschulen, die vor den Osterferien keine Testangebote erhalten haben) mussten die Schulen nachbeliefert werden.

Die Landesregierung geht von einem wöchentlichen Bedarf von 5,5 Millionen Selbsttests für die Schulen aus. Das sind zwei Tests pro Woche für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und sonstiges an den Schulen tätiges Personal.

Der Versand an die Schulen hat am 8. April begonnen. Leider hat das beauftragte Logistikunternehmen mehrfach Kommissionierungs- und Lieferprobleme gemeldet. Daher kann leider zum heutigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Verzögerungen und Probleme bei der Auslieferung der Tests an die Schulen auftreten.

Auch an Grund- und Förderschulen sollen die Testungen mit den sogenannten Selbsttests in Form von Abstrichen mit Wattestäbchen erfolgen, die auch an weiterführenden Schulen verwendet werden. Es gibt bisher keinen Anbieter, der landesweit andere kindgerechtere und zugelassene Testkits bereitstellen kann, die mit den Selbsttests vergleichbar wären.

Zur Durchführung der Tests und Beantwortung weiterer möglicher Fragen hat das Schulministerium eine eigene Website mit Informationen bereitgestellt: https://www.schulministerium.nrw/selbsttests

Schulbetrieb nach den Osterferien

Durch ein Vorziehen der Impfungen von Grundschullehrerinnen und Grundschullehrern, die bisher noch nicht geimpft wurden, soll der Infektionsschutz an den Grundschulen noch weiter ausgebaut werden.

Im Präsenzbetrieb der Schulen wird es eine grundsätzliche Testpflicht in den Schulen mit wöchentlich zweimaligen Selbsttests für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und weiteres Personal an den Schulen geben. Diese Testpflicht wird in der CoronaBetreuungsverordnung geregelt.

Die verpflichtenden Tests werden generell in der Schule mit Selbsttests durchgeführt. Die gemeinsame Testung in der Schule ist im Sinne des gemeinsamen Schutzes ein transparentes Mittel, dass der Test auch richtig durchgeführt wurde bzw. wird.

Alternativ ist möglich, die negative Testung durch eine zertifizierte Teststelle nachzuweisen (zum Beispiel „Bürgertest“), die höchstens 48 Stunden zurückliegt.

Für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung gilt: Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann zulassen, dass Corona-Selbsttests für zu Hause unter elterlicher Aufsicht stattfinden. In diesem Fall müssen die Eltern das negative Ergebnis schriftlich versichern.

Schülerinnen und Schüler, die der Testpflicht nicht nachkommen, können nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

Für die Durchführung der Selbsttests ist keine schriftliche Einwilligung der Schülerinnen und Schüler bzw. ihrer Eltern erforderlich. Diese Verarbeitung von „Gesundheitsdaten“ ist in § 16 Abs. 1 Nr. 3 Var. 4 des Datenschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 lit. i DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung, „Verarbeitung aus Gründen öffentlicher Gesundheitsbelange“) geregelt.

Schülerinnen und Schüler, deren Ergebnis des Selbsttests positiv ist, werden von einer Lehrkraft beziehungsweise anderem schulischen Personal in einen separaten Raum gebracht. Der Nachhauseweg kann selbstständig oder durch Abholung der Eltern erfolgen. Ein positives Selbsttestergebnis ist durch einen PCR-Test zu bestätigen. Eine erneute Teilnahme am Unterricht ist erst mit einem negativen PCR-Test wieder möglich.

Wegen der vergleichsweise hohen Falschpositivrate der PoC-Selbsttests erfolgt eine Meldung ans Gesundheitsamt erst nach Bestätigung eines positiven Ergebnisses durch den PCR-Test. So vermeiden wir, dass für ganze Schulklassen oder Teile des Lehrerkollegiums bei Falschpositiv-Ergebnissen Quarantänen angeordnet werden, obwohl gar keine Ansteckung vorliegt.

Trotz negativer Selbsttestergebnisse der Lerngruppen und des schulischen Personals bleiben die AHA-L-Regeln bestehen, insbesondere die Notwendigkeit zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bzw. einer medizinischen Maske. Für die Möglichkeit eines Präsenzunterrichts trotz Corona müssen viele Hygienevorkehrungen zusammenspielen. Je mehr Präventivmaßnahmen zusammenwirken, desto höher ist der Schutz. Das Ergebnis eines Antigentests ist eine Momentaufnahme, und es werden mit dem Test leider auch nicht alle Infizierten gefunden, sondern vor allem die Personen mit hoher Virenlast, also die sogenannten „Spreader“. Wenn ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler regelmäßig an diesen Selbsttests teilnimmt, dann entsteht damit – neben den geltenden Hygienemaßnahmen – ein solides, zusätzliches Sicherheitsnetz. Das bedeutet aber nicht, dass der Antigentest andere wichtige Hygienemaßnahmen wie das Tragen einer medizinischen Maske ersetzen kann.

Durchführung der Abiturprüfungen

Die Abiturprüfungen werden wie vorgesehen am 23. April 2021 beginnen. Der Unterricht für die Abiturientinnen und Abiturienten der allgemeinbildenden Schulen wird sich in den kommenden neun Unterrichtstagen zwischen dem Ende der Osterferien und dem Beginn der Prüfungen auf die Abiturprüfungsfächer konzentrieren.

Auch an den Beruflichen Gymnasien gelten die bereits festgelegten Regelungen fort und es kann dort auf die zentralen Abiturprüfungen in Präsenz unter Berücksichtigung besonders prüfungsrelevanter Themenbereiche zielgerichtet vorbereitet werden. Auch die Studierenden der Weiterbildungskollegs können sich so unverändert auf die zentralen und dezentralen Prüfungen einstellen.

Präsenzpflicht

Seit über einem Jahr befinden wir uns in einer durch die Corona-Pandemie ausgelösten Sondersituation. Täglich wägen wir die Einhaltung von Grundrechten miteinander ab – so auch das Recht auf Bildung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Aus Gründen des Infektionsschutzes müssen wir Kontakte beschränken. Um Bildungschancen zu sichern, müssen wir viel persönlichen Kontakt ermöglichen. Das ist ein Dilemma für die Politik, aber auch für alle Menschen, die im Lebensraum Schule unterwegs sind.

Wir halten „ZeroCovid“, also das Vermeiden aller sozialen Kontakte zur Pandemieeindämmung für den falschen Weg, weil wir Menschen und insbesondere unsere Kinder und Jugendlichen soziale Menschen sind und die Kontakte brauchen. Gesundheit ist für uns Freie Demokraten so viel mehr als nicht Covid-19 zu haben.

Gleichzeitig ist aber auch ein zu frühes und umfassendes Lockern, wie dies zum Beispiel die AfD fordert, der falsche Weg und in unseren Augen verantwortungslos.

Der richtige Weg liegt wie so oft in der Mitte: in einer verantwortlichen Durchführung des Unterrichts mit Hygiene- und Schutzmaßnahmen für unsere Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer mit so vielen Präsenzanteilen wie möglich und nur so weit es mit der aktuellen Infektionslage verantwortbar ist.

Für uns ist die Schule so viel mehr als bloße Wissensvermittlung. Sie ist ein Ort der Begegnung, und der sozialen Kontakte. Die Schule legt das Fundament für bestmögliche Bildungschancen, damit unsere Kinder später all ihre Ziele erreichen können, von denen sie jetzt träumen. Aus diesem Grund kämpfen wir für so viel Präsenzunterricht wie möglich im Dreiklang aus „Impfen, Schützen, Testen“.

Die vergangenen Monate des Lockdowns haben insbesondere die Kinder, Jugendlichen und ihre Familien stark getroffen. Zu viele Schülerinnen und Schüler finden zu Hause keine optimalen Lernbedingungen vor. Das gefährdet Bildungs- und Entwicklungschancen. Durch den beispiellosen Einsatz unserer engagierten Lehrkräfte, des weiteren schulischen Personals, der Eltern und nicht zuletzt der Schülerinnen und Schüler gelang das Lernen auf Distanz in den vergangenen Monaten immer besser. Wir haben von Seiten des Landes kräftig unterstützt, unter anderem durch die Erweiterung um ein Videokonferenztool für die Online-Lernplattform LOGINEO.NRW. Dennoch kann selbst das beste Lernen auf Distanz den Präsenzunterricht in der Schule nur temporär, aber niemals dauerhaft ersetzen.

Neben der Vermittlung von Wissen ist die Schule ein wichtiger Lebensraum. Schülerinnen und Schüler lernen dort so viel mehr als binomische Formeln, Gedichtinterpretationen und andere Lehrplaninhalte. Die Schule legt den Grundstein auch für soziale Bildung, für das Leben und Lernen mit- und voneinander, das Lösen von Konflikten in der Peer Group und vieles mehr. Sie bietet zudem den menschlichen Kontakt zu Gleichaltrigen oder Erwachsenen, die nicht der eigenen Familie angehören. All das kann das Lernen auf Distanz nicht ersetzen.

Gerade für unsere jüngsten Kinder ist der Präsenzunterricht enorm wichtig für ihre weitere Entwicklung. YouTube-Videos oder Lern-Apps können nicht unsere ausgebildeten Lehrkräfte ersetzen. Insbesondere das Erlernen von Lesen und Schreiben oder das Verstehen von Zahlenräumen lernen unsere Grundschülerinnen und Grundschüler am besten von ihren hervorragend ausgebildeten Lehrkräften. Auch wenn wir den Eltern in NRW enorm viel zutrauen und ihnen in der Pandemie bisher auch schon vieles zugemutet haben, so stellen wir fest, dass die wenigsten von ihnen selbst ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen sind. Wir dürfen sie nicht über das Leistbare hinaus mit der Unterstützung im Lernen auf Distanz überfordern und aus ihnen „Hilfslehrkräfte“ machen. Ein Jahr Pandemie ersetzt kein Lehramtsstudium.

Wir wissen auch, dass die Lernsituation in unseren Familien in NRW höchstunterschiedlich ist. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler aus Familien mit besonderen Herausforderungen brauchen die pädagogische und fachlich-institutionelle Unterstützung in Präsenz in ihrer Schule. Lehrerinnen und Lehrer berichten uns, dass der Kontakt von Lehrkräften zu einzelnen Schülerinnen und Schülern zum Teil abgebrochen ist. Durch Präsenzphasen, zum Beispiel im Wechselmodell, gelingt der Kontakt und auch die individuelle Förderung dieser Schülerinnen und Schüler nun wieder deutlich besser.

Wir erhalten die Rückmeldung von Schülerinnen und Schülern, dass auch sie sich nach mehr Präsenzphasen in der Schule sehnen – und zwar in allen Altersstufen. Auch Kinder und Jugendliche fühlen sich manchmal einsam, bei allen Einschränkungen fällt ihnen die Decke auf den Kopf oder Sie werden traurig und antriebslos. Der persönliche Kontakt zu Klassenkameradinnen und -kameraden und ihren Lehrkräften kann diese Gefühle lindern. Aber auch die Prüfungsvorbereitung ist vielen sehr wichtig. Die Vorbereitung in Präsenz mit ihren Lehrerinnen und Lehrer empfinden sie als sehr wichtige Stütze, was die fachlich-inhaltliche aber auch psychische Vorbereitung auf Abschlussprüfungen angeht.

Außerdem bereitet uns das Thema Kinderschutz während der Pandemie Sorge. Der Kinderschutzbund setzt sich ebenfalls für mehr Präsenzphasen ein, weil er ein Zunehmen der Gewalt gegen Kinder in den Lockdowns befürchtet. Als problematisch wird insbesondere die fehlende „soziale Kontrolle“ beschrieben, also dass Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal körperliche oder psychische Erkrankungen oder Gewalt nur in Präsenz optimal erkennen und dann eingreifen können. Damit stellen wir nicht die Familien unter Generalverdacht. Gewalt gegen Kinder und Jugendliche entsteht nämlich auch nicht ausschließlich im familiären Umfeld.

In vielen Fällen hilft das persönliche Gespräch mit der Klassen- oder Vertrauenslehrkraft beim Erkennen zum Beispiel von psychischer Belastung, Cyber-Mobbing oder Cyber-Grooming. Wir wissen, dass Kinder und Jugendliche nicht immer alle Themen mit ihren Eltern besprechen möchten, zum Beispiel weil sie sich schämen oder „Ärger“ befürchten – selbst, wenn sie in einem sehr vertrauensvollen und unterstützenden Familienumfeld aufwachsen. Genau hier können Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal zum Beispiel in der Schulsozialarbeit den Schülerinnen und Schüler sehr gute und wichtige Hilfsangebote machen.

Lassen Sie mich außerdem zum Schluss betonen, dass wir selbstverständlich weiterhin an den individuellen Ausnahmeregelungen festhalten, die das Ministerium für Schule und Bildung für Familien mit erhöhtem Risiko für schwere Krankheitsverläufe schafft. Seit Beginn der Pandemie können Schülerinnen und Schüler vom Präsenzunterricht befreit werden, um sie selbst oder vorerkrankte Angehörige zu schützen. Sie nehmen dann freiwillig am Lernen auf Distanz teil. Diese Entscheidung wird individuell und direkt von der jeweiligen Schulleitung getroffen und ist für viele betroffene Familien eine wichtige Erleichterung.

Wechselunterricht für alle Jahrgangsstufen 🏫

Seit zwei Wochen sind in NRW nun die Schüler*innen der Grund- und Förderschulen und der Abschlussklassen im Wechselbetrieb in die Schulen zurückgekehrt. Der Wiedereinstieg hat gut funktioniert und das Infektionsgeschehen blieb weiter stabil. Das Schulministerium Bildungsland NRW hat nun zusammen mit den Schulverbänden entschieden, dass ab dem 15.03. auch alle anderen Jahrgangsstufen im Wechselbetrieb an die Schulen zurückkehren. ✅

Wie auch schon vor zwei Wochen entscheiden auch zum 15. März die Schulleitungen passgenau über die konkrete Ausgestaltung des Wechselmodells. Wir setzen dabei lediglich Leitplanken: Zum Beispiel soll kein*e Schüler*in länger als eine Woche am Stück auf Distanz unterrichtet werden. Die Rahmenbedingungen für die Abschlussklassen bleiben übrigens auch weiter bestehen. 📚

Die letzten Wochen und Monate waren hart – für die Schüler*innen, aber auch für ihre Familien. Viele sind seit Mitte Dezember nicht mehr in der Schule gewesen. Das wirkt such negativ auf Bildungschancen und die Psyche der Kinder und Jugendlichen und ihrer Familien aus. Ich freue mich deshalb, dass in einer Woche wieder alle Jahrgangsstufen in die Schulen zurückkehren. Auf den Schritt habe ich mich seit Weihnachten gefreut. 💛💙

Unterstützung für Familien in der Corona-Krise

Gestern haben wir im Landtag von Nordrhein-Westfalen erneut über die aktuelle Schulpolitik in der Corona-Krise debattiert. Wir Freien Demokraten wissen, dass unsere Kinder, Jugendlichen und Eltern derzeit am meisten unter der Pandemie leiden. Wir lassen sie nicht im Stich und unterstützen unsere Familien – denn die Menschen in Nordrhein-Westfalen können sich auf uns verlassen.