Wegfall der Maskenpflicht im Unterricht

Soeben hat unsere Schulministerin Yvonne Gebauer vom Bildungsland NRW verkündet, dass ab dem 01.11. für Schüler:innen in NRW am Sitzplatz in der Schule keine Maskenpflicht mehr gilt. NRW ist damit das 12. Bundesland, dass die Maskenpflicht an Schulen (ganz oder teilweise) aufhebt.

Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und sorgsam die Vor- und Nachteile abgewogen. Die hohe Anzahl geimpfter Lehrkräfte und von Schüler:innen höherer Altersstufen, das geringere Risiko schwerer Verläufe für Kinder und Jugendliche sowie die niedrige Hospitalisierungsquote haben dabei den Ausschlag gegeben, dass für die Kinder in Schulen künftig die selben Regeln gelten sollen wie für die Eltern in Büros oder in der Freizeit.

Zudem sorgen wir durch das Beibehalten der konsequenten Testungen von Schüler:innen und Lehrkräften sowie mit den weiterhin strengen Hygieneregeln dafür, dass die Schulen sichere Orte bleiben.

Ich bin fest überzeugt, dass auch dieser Schritt in Richtung mehr Normalität richtig ist. Für optimale Lernbedingungen und ein gutes Miteinander in den Klassen ist es gerade für unsere Jüngsten elementar, sich ohne Maske begegnen zu können. Ebenso war es aber auch wichtig, die Lage genau zu beobachten, sorgsam abzuwägen und die Maskenpflicht nicht verfrüht aufzuheben.

Weltlehrertag

Heute ist Weltlehrertag. Unsere Lehrkräfte sorgen jeden Tag mit großem Einsatz dafür, dass unsere Kinder und Jugendlichen bestmögliche Bildungschancen bekommen und Spaß beim Lernen haben.

Mein großes Dankeschön gilt heute ganz besonders allen Lehrer:innen in Land, die mit ihrem Engagement im und neben dem Unterricht die Schüler:innen in allen Lebenslagen unterstützen und begleiten.

Schulbesuch im Helmholtz-Gymnasium

Gestern fand mein dritter Schulbesuch in diesem Schuljahr statt. Ich freue mich sehr, dass das endlich wieder mehr und mehr möglich ist!

Gestern habe ich das Helmholtz-Gymnasium in Bonn besucht. Neben dem anregenden Austausch über aktuelle Schulentwicklungsfragen mit der Schulleiterin Frau Dr. von Hoerschelmann war der Besuch des Schulteichs und der entstehenden Blumenwiese für Wildbienen das absolute Highlight!

Das Helmholtz-Gymnasium bietet damit seinen Schüler:innen die Möglichkeit, hautnah MINT zu erleben. Es ist toll, dass engagierte Lehrkräfte solche großartigen Konzepte ermöglichen.

Der heutige Schulbesuch hat mir viel Freude gemacht und einen guten Einblick in die Arbeit und den Alltag des Helmholtz-Gymnasium gegeben. Es ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit im Landtag, möglichst viele verschiedene Schulen in NRW erleben zu können.

So, und jetzt werde ich erst mal „Kammmolche“ googeln und herausfinden, warum sie sich so pudelwohl fühlen im Helmholtz-Teich.

Perspektiven nach Corona

Gestern Abend durfte ich auf Einladung der Friedrich-Naumann-Stiftung gemeinsam mit Dr. Oliver Ziehm von der Landeselternschaft der Gymnasien, der Journalistin Carmen Schmalfeldt und Dietrich Thomas im Friedrich-Ebert-Gymnasium Bonn auf die vergangenen anderthalb Jahre Schulbetrieb in Zeiten von Corona zurückblicken und Zukunftsperspektiven formulieren. Besonders wichtig sind mir folgende Aspekte:

1️⃣ Neben den potenziellen gesundheitlichen (Langzeit-) Folgen einer Coronainfektion müssen wir die gravierenden psychosozialen Folgen der Schulschließungen verstärkt in den Mittelpunkt der Debatten rücken.

2️⃣ Es ist jetzt wichtiger denn je, Lehrkräfte durch optimale Rahmenbedingungen und die Sicherung der Infrastruktur darin zu unterstützen, sich wieder auf ihre Kernaufgabe konzentrieren zu können: Weltbester Unterricht! Die Bedeutung von multiprofessionellen Teams in unseren Schulen wird zunehmen.

3️⃣ Die größte Herausforderung und Chance – auch schon vor der Corona-Krise – ist mehr Bildungsgerechtigkeit. Wir haben mit erfolgreichen Maßnahmen wie den Talentschulen, dem schulscharfen Sozialindex und der langfristigen Sicherung der Schulsozialarbeit schon viel erreicht, doch noch lange nicht genug. Von der Stärkung des schulpsychologischen Dienstes über die langfristige Beibehaltung alternativer Prüfungsformate kommt es nun mehr denn je darauf an, unsere Schulen zu Orten der Bildungsgerechtigkeit zu transformieren.

Corona hat uns gezeigt: Eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit ist, sich mit innovativen Zukunftsinvestitionen und der Verkürzung politischer Prozesse und Verwaltungswege gemeinsam für das Wohl unserer Schülerinnen und Schüler einzusetzen.

Aktuelle Coronalage an unseren Schulen

Heute möchte ich Euch zur aktuellen Coronalage an den NRW-Schulen updaten. Das sind die – sehr erfreulichen – Daten des Bildungsland NRW aus der letzten Woche:

✏️ 99,2% der Schüler:innen und 99,1% der Lehrkräfte sind in Präsenz in den Schulen.
✏️ Nur 7.581 (0,4%) der Schüler:innen sind in Quarantäne, 4.780 (0,25%) in häuslicher Isolation (Corona-positiv).
✏️ Bei den Lehrkräften sind es sogar nur 158 (0,11%) in Quarantäne und 116 (0,08%) in häuslicher Isolation.
✏️ Mehr als 90% der Lehrkräfte in NRW sind vollständig geimpft.

Diese Zahlen zeigen, dass die Schulen weiterhin sichere Orte sind. Das ist vor allem den zahlreichen Maßnahmen zum Infektionsschutz in unseren Schulen zu verdanken, unter anderem den Hygienekonzepten, der frühzeitigen Impfung von Lehrkräften und drei Corona-Tests pro Woche für alle Schüler:innen. Die Maßnahmen wirken.

Unsere Kinder und Jugendlichen haben so sehr unter der Pandemie gelitten, insbesondere unter den psychischen Auswirkungen der sozialen Isolation. Das Risiko für psychische Erkrankungen und ihre Folgen ist für unsere Kinder und Jugendlichen weitaus größer als das einer schweren Covid-Erkrankung. Hinzu kommen verpasste Bildungschancen, die wir mit sehr viel Mühe und Anstrengung zusammen wieder aufholen müssen.

Auch, wenn ich immer mal wieder vereinzelte Zuschriften bekomme, die uns eine „Durchseuchung“ der Schüler:innen (und Schlimmeres!) vorwerfen und sofortige Schulschließungen fordern: Nicht mit mir, das wäre ein schwerer Fehler. Unsere Kinder brauchen Präsenzunterricht. Die Schulen bleiben geöffnet.

Digitalstrategie Schule

Wieder gute Nachrichten zur Digitalisierung an unseren Schulen! In den Jahren 2020 bis 2025 wird die Landesregierung rund 2 Milliarden EUR in digitale Medien an den Schulen investieren.

Unsere Schulministerin Yvonne Gebauer hat eben bekannt gegeben, dass daraus jetzt 184 Mio. EUR für ein zweites Ausstattungsprogramm mit digitalen Endgeräten verwendet werden. Das kommt erneut den Schüler:innen zu Gute, die sich kein Endgerät leisten können. So sorgen wir auch für mehr Bildungsgerechtigkeit!

Insgesamt umfasst die Digitalstrategie drei Handlungsfelder:
👉🏻 Wir stellen die pädagogischen und didaktischen Chancen der Digitalisierung in den Mittelpunkt und entwickeln Schulen und Unterricht weiter.
👉🏻 Wir unterstützen und qualifizieren unsere Lehrkräfte in der digitalen Transformation.
👉🏻 Wir schaffen Zugang zu digitalen Medien und digitaler Infrastruktur.

Das Erlernen digitaler Kompetenzen ist für unsere Kinder so wichtig geworden wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Daher müssen wir in NRW die Digitalisierung weiter voranbringen. Für mich steht fest: Wir haben in den letzten vier Jahren Regierungszeit auch in Sachen Digitale Schule sehr viel erreicht. Der Fortschritt ist klar sichtbar. Aber wir dürfen jetzt nicht die Hände in den Schoß legen. Ich möchte an genau der Stelle weiter machen und unsere Schulen weiter modernisieren!

⭐ Haushalt 2022: Berufliche Bildung

Und weiter geht’s heute in meiner Reihe mit dem nächsten sehr wichtigen Punkt im Schulhaushalt: der beruflichen Bildung. Sie ist ein wichtiger Faktor für Innovationskraft, Qualifikation und Wettbewerbsfähigkeit in NRW. Wir haben deshalb im aktuellen Haushalt insgesamt 705 neue Stellen geschaffen und ihr so einen noch größeren Stellenwert als bisher verschafft.

Daneben haben wir den „Meister-BAFöG“ mit zusätzlichen 23,6 Mio. EUR ausgestattet. Dieser ermöglicht vielen Jugendlichen Aufstiegschancen.

Neben den zusätzlichen Stellen und Mitteln war die Öffnung des Polizeidienstes für Realschüler:innen ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Schulabschlüsse nach der 10. Klasse, der vielen Schüler:innen ein weiteres Berufsfeld öffnet. Ich wünsche mir, dass sich noch weitere Arbeitgeber dem Weg des Landes anschließen und jungen Menschen ohne Abitur neue Chancen bieten.

Verlängerung des OGS-Helferprogramms

Im letzten Jahr ist das OGS-Helferprogramm für Grund- und Förderschulen erfolgreich gestartet. Wir setzen dieses wichtige Programm jetzt fort und entwickeln es weiter. Insgesamt stellt das NRW-Schulministerium für das aktuelle Schuljahr 60 Millionen EUR zur Verfügung.

Das Programm ermöglicht:
👉🏻 Zusätzliches Personal einzustellen – zum Beispiel Übungsleiter oder pädagogische Fachkräfte
👉🏻 bestehende Verträge aufzustocken
👉🏻 so zusätzliche Angebote in den Bereichen Sport 🏀 , Kultur 🎭 und Lernen 📖 umzusetzen und
👉🏻 pandemiebedingte Mehraufwände aufzufangen.

Dieses erfolgreiche Konzept aus dem letzten Jahr verlängern wir im Rahmen des Programms „Ankommen und Aufholen nach Corona“. Gerade für berufstätige und alleinerziehende Eltern ist die OGS eine wertvolle Unterstützung. Sie leistet darüber hinaus einen enorm wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit, zum Beispiel um die durch die Pandemie entstandenen Bildungs- und sozialen Lücken zu schließen.

Konrektorstellen für kleine Grundschulen

Die Schulleitung ist ganz wesentlich für eine gelingende Schul- und Unterrichtsentwicklung. Wir wollen insbesondere auch die kleinen Grundschulen bei den Koordinationsaufgaben unterstützen. Daher bekommen jetzt ALLE Grundschulen unabhängig von ihrer Größe eine Konrektorstelle.

Zusätzlich dazu haben wir auch die Beförderungsstellen aufgestockt, um so nachhaltig die Personalsituation zu verbessern.

Diese Maßnahmen sind ein Teil des so wichtigen Masterplans Grundschule. Wir setzen den Masterplan sukzessive um und investieren in weltbeste Bildung.

Lockerung der Quarantäneregeln an den Schulen

— Update vom 08.09.2021 —

Vor rund zwei Wochen starteten die rund 2,5 Millionen Schüler:innen in NRW in ein neues Schuljahr. Damit sind zwar auch die Infektionszahlen durch die für uns absehbaren Folgen der Reiserückkehrer wieder gestiegen, aber es gibt keinen Grund zur Verbreitung von Angst und Panik.

In der letzten Augustwoche wurden von den insgesamt 2,5 Millionen Schüler:innen 6.561 Schüler:innen positiv getestet, für 30.000 wurde Quarantäne angeordnet. Das entspricht einer Quote von 0,26% Infizierten und 1,2% Quarantänisierten. Das zeigt ganz deutlich, dass unsere Schulen sicher waren und es immer noch sind!

Dennoch unterschätzen wir die aktuellen Inzidenzzahlen nicht, das wäre ein Fehler. Wir setzen daher auf eine entschlossene Präventionspolitik. Der Schutz in den Schulen in NRW ist auf einem bislang noch nie da gewesenen hohen Niveau, was nicht zuletzt auf dem gut erprobten Hygienekonzept, der flächendeckenden Teststrategie, dem Erfolg der groß angelegten Impfkampagne sowie den Förderprogrammen für Luftfilter liegt. Einer Abfrage zufolge beträgt die generelle Impfquote unter Lehrkräften bereits 87,5%, bei den Schüler:innen der Altersklasse 12-17 Jahre, die schon eine Erstimpfung erhalten haben, 38%. Das sind ermutigende Zahlen – gerade mit Blick auf die Quarantäneregeln.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat in Abstimmung mit dem Ministerium für Schule und Bildung mit der Schulmail vom 12. August klare Vorstellungen formuliert, wie die künftigen Quarantäneregeln aussehen sollen. Dazu gehörte insbesondere, dass im Regelfall nur noch die Sitznachbar:innen (davor, dahinter, links und rechts) und die Lehrkraft als enge Kontaktpersonen der positiv getesteten Schüler:innen eingestuft und in 14-tägige Quarantäne geschickt werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind vollständig Geimpfte und Genesene.

Leider mussten wir feststellen, dass die Gesundheitsämter sehr unterschiedlich und nicht immer im Einklang mit diesen Regeln entscheiden. Ich habe viele Rückmeldungen bekommen, dass mehr als die vier Sitznachbar:innen oder sogar doch ganze Schulklassen in Quarantäne geschickt wurden. Auch haben die Gesundheitsämter oft sehr spät reagiert und viele Familien fühlten sich zu Recht verunsichert und im Stich gelassen. Die unterschiedliche Handhabe durch die örtlichen Behörden fanden wir außerordentlich unglücklich – deswegen haben wir sie beendet.

Deswegen hat unsere Schulministerin Yvonne Gebauer am 01. September im Ausschuss für Schule und Bildung ein pragmatisches und einheitliches Vorgehen vorgeschlagen, das wir nun in NRW umsetzen:

Künftig müssen nur noch infizierte Kinder in eine 14-tägige Isolation. Es werden keine Quarantänen von Kontaktpersonen in der Schule oder Kita mehr angeordnet. Zur besseren Kontrolle wird bei Auftreten eines Falls in der Schule mehr getestet. Nur dann, wenn ein erkennbar größerer Ausbruch vorliegt, müssen Mitschüler:innen in Quarantäne. Diese können sich dann aber nach fünf Tagen mittels PCR-Test freitesten.

Ich freue mich sehr, dass wir in NRW diesen pragmatischen Weg gehen, der auch für die Familien mehr Klarheit und Transparenz schafft. Der Schutz in den Schulen vor Corona war noch nie so gut, die Schulen sind sichere Orte. Die vielen Maßnahmen setzen wir fort und sorgen so dafür, dass möglichst viel Präsenzunterricht stattfinden kann.

Die SPD-Landtagsfraktion hatte derweil übrigens vorgeschlagen, stattdessen wieder bei einem positiven Corona-Test ganze Klassen für fünf Tage in Quarantäne zu verfrachten. Statt 30.000 Kinder und Jugendliche hätten beim SPD-Vorschlag rund 162.500 Schüler:innen zu Hause bleiben müssen – das sind fünfmal so viele! 162.500 Kinder und Jugendliche und ihre Familien hätten unter verpassten Bildungschancen gelitten, Betreuung und Tests organisieren müssen. Wir wollen die Familien nicht weiter belasten und erteilen solchen kinderunfreundlichen Ideen eine klare Absage.

Über dieses Thema habe ich auch am 02. September mit Elif Senel im WDR5-Tagesgespräch diskutiert. Die Sendung können Sie hier nachhören: https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/tagesgespraech/tg-zweiter-september-110.html