Extra-Zeit zum Lernen 💡

Bereits im letzten Jahr hat das Schulministerium Bildungsland NRW außerschulische Maßnahmen und Ferienprogramme gefördert. Damit wollen wir Lernlücken, die den Schülerinnen und Schülern durch die Pandemie entstanden sind, ausgleichen. 🏫

Doch die Pandemie ist nicht beendet. Daher verlängern wir die Laufzeit der Richtlinien bis zu den Sommerferien 2022. Für diese „Extra-Zeit zum Lernen“ stellt das Land insgesamt 36 Mio. EUR zur Verfügung. 💰

Als weitere Neuerung können nun auch die Universitäten Fördermittel abrufen und bei der Aufarbeitung der Lücken helfen. Dies ermöglicht auch den Einsatz von Studierenden, die so zugleich weitere Praxiserfahrungen sammeln können. 🧑🏼‍🏫

Das Programm leistet einen wertvollen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und hilft pandemiebedingte Nachteile auszugleichen. Ich finde es deshalb richtig, dass mit der neuen Richtlinie das erfolgreiche Konzept fortgesetzt und langfristige Förderungen ermöglicht wurden. 🚀

Rückkehr in den Wechselbetrieb zum 22.02.2021

Ab dem 22.02. wird in NRW für Schülerinnen und Schüler in Grund- und Förderschulen sowie in Abschlussklassen der Unterricht im Wechselmodell (zwischen Präsenz- und Distanzunterricht) stattfinden. Hierzu hat das Bildungsministerium diese Woche eine Schulmail an alle Schulen in NRW gesendet. 🏫

Zur Ausgestaltung des Wechselmodells gibt das Land als Rahmen vor, dass für jeden Schüler maximal 5 Tage am Stück Lernen auf Distanz stattfinden darf. Außerdem wird empfohlen, im Präsenzbetrieb Schwerpunkte zu setzen – in der Grundschule auf Deutsch, Mathe und Sachkunde und in den Abschlussklassen auf die Prüfungsfächer. Über die konkrete Ausgestaltung, wann und in welcher Besetzung die einzelnen Klassen in Präsenz beschult werden, entscheidet die Schulleitung passgenau. ✅

Eine wichtige Botschaft für unsere Familien: Das Betreuungsangebot für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 – 6 bleibt bestehen! 📚

Als weitere Maßnahmen wurden die VERA-Prüfungen ins neue Schuljahr verschoben, weniger Klassenarbeiten zwingend vorgeschrieben und die Ferienprogramme um 36 Mio. EUR bis Sommer 2022 ausgeweitet. Außerdem erhält jede Lehr- und OGS-Kraft 2 Schutzmasken pro Präsenztag sowie die Möglichkeit, sich 2x pro Woche kosten- und anlasslos testen zu lassen. 🧬

Ich freue mich, dass mit dem Wechselmodell ein Stück Normalität in das Leben der Kinder und Jugendlichen zurückkehrt. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen im Bildungssektor Tätigen, die seit Beginn der Pandemie für die Bildung unserer Kinder und Jugendlichen an ihre Grenzen (und darüber hinaus) gehen. 💙💛

Im „Schulfach Wirtschaft“ vermitteln wir wertvolle Verbraucherbildung

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann ‘ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ Dieser Tweet aus dem Jahr 2015 hatte die Debatte um mehr ökonomische und Verbraucherbildung in unseren Schulen beschleunigt und den Finger in eine seit Jahren klaffende Wunde gelegt.

Dieser Hilferuf kam nicht von Wirtschafts- oder Arbeitgeberverbänden, sondern direkt aus der Herzkammer: von unseren Schülerinnen und Schülern. Ein Bildungsverständnis, das den Menschen in seiner Gesamtheit in den Mittelpunkt stellt, ist sinnvoll. Wir  Freie Demokraten setzen dabei auch auf wirtschaftliche Grundkenntnisse des Alltags, um Schülerinnen und Schüler auf ihr zukünftiges Leben als mündige Bürgerinnen und Bürger unserer Gesellschaft vorzubereiten. Armut fällt nicht vom Himmel, das stimmt. Der beste Schutz gegen Armut ist eine vielseitige Schulbildung, die auf Lebenswirklichkeiten vorbereitet und junge Menschen befähigt, sich selbst zu verwirklichen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Im Jahr 2018 stufte die Wirtschaftsauskunftei Creditreform 1,58 Mio. Menschen unter 30 Jahren in Deutschland als überschuldet ein. Mit 18 Jahren dürfen sie Smartphones, Fernseher und Konsolen auf Pump kaufen, unkompliziert und direkt an der Ladenkasse. Welche Risiken und langfristigen Verpflichtungen dahinter stehen, merken sie oft erst, wenn es schon zu spät ist.

Ziel der NRW-Koalition aus CDU und FDP ist es, junge Menschen auf ein selbstbestimmtes und glückliches Leben vorzubereiten. Sie sollen sich in ihren vielen Rollen gut zurechtfinden und die nötigen Kompetenzen erwerben, um die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Gesellschaft verantwortungsbewusst mitzugestalten. Neben mündigen und kompetenten Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern wollen wir eben auch, dass junge Menschen ihre Rechte und Pflichten als Verbraucherinnen und Verbraucher kennen, Verkaufsstrategien in der Konsumgesellschaft durchschauen und Einflüsse von Werbung auf Kaufentscheidungen verstehen können – in der analogen und digitalen Welt.

Im Jahr 2014 endete der Schulversuch „Wirtschaft an Realschulen“– 75% der Lehrkräfte, 87% der Eltern und 72% der Schülerinnen und Schüler wünschten sich eine Fortsetzung des Schulfachs Wirtschaft. Allein die damalige rot-grüne Landesregierung überzeugten diese Zahlen nicht. Warum sie den Schulversuch trotz der überwältigenden Resonanz jäh eingestampft haben, bleibt bis heute ihr Geheimnis.

Zum Schuljahr 2019/20 und 2020/21 haben wir an den erfolgreichsten Schulversuch in der Geschichte des Landes angeknüpft und das Schulfach Wirtschaft in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 eingeführt. Damit erreichen wir alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen – auch die, die schon nach dem mittleren Abschluss in die Ausbildung starten. Zur Einführung des neuen Schulfaches haben wir die Stundenanzahl im Bereich der Geisteswissenschaften insgesamt erhöht. Es werden also keine Stundenanzahlen anderer Fächer gekürzt, sondern auch die wichtige politische Bildung wird nachhaltig gestärkt. Trotz der Umbenennung des Fachs erhalten wir den Dreiklang aus politischer, soziologischer und ökonomischer Bildung. Auch das Fach „Sozialwissenschaften“ in der Oberstufe bleibt unberührt.

Konsequenterweise zieht die neue Ausrichtung des Schulfachs auch eine Anpassung des zugehörigen Lehramtsstudiums mit sich. Denn schließlich ist es doch nur logisch, die Lehramtsstudierenden auf die neuen Inhalte und Lehrpläne vorzubereiten. Wir profilieren den Studiengang „Sozialwissenschaften“ daher neu und benennen ihn in „Wirtschaft-Politik“ um. Genau wie im Schulfach bleibt auch der Studiengang interdisziplinär und vereint politische, soziologische und ökonomische Bildung. Wer heute Sozialwissenschaften auf Lehramt studiert oder studiert hat, erfüllt alle Voraussetzungen, um auch das neue Schulfach „Wirtschaft-Politik“ zu unterrichten – verpflichtende Fortbildungen wird es nicht geben. Die Klarstellung des Schulministeriums wurde auch von der Lehrergewerkschaft GEW gelobt. Es gibt keinen Grund, dass sich Lehrkräfte und Lehramtsstudierende der Sozialwissenschaften um ihre Zukunft sorgen müssen. Die rein ideologisch motivierte Kampagne von SPD und Grünen schürt unbegründete Angst.

Lassen Sie uns zur Sachdebatte zurückkehren und um die besten Lösungen ringen, wie wir gemeinsam dafür sorgen, unseren Schülerinnen und Schülern die besten Bildungschancen zu ermöglichen – ohne dass wir einzelne Fächer gegeneinander ausspielen.

Unterstützung für unsere Schulen in der Pandemie

Der Präsenzunterricht ist essenziell für den Bildungserfolg unserer Kinder und Jugendlichen. Das Lernen auf Distanz darf auch weiterhin nur ultima ratio sein. 🏫

Heute möchte ich Euch gerne einmal zusammenfassen, was die Landesregierung, das Bildungsministerium und die NRW-Koalition die letzten Wochen und Monate auf den Weg gebracht haben, um den Präsenzbetrieb auch in Pandemiezeiten zu stärken: 💪

– 50 Mio. EUR zur Förderung der Anschaffung von Raumluftfilteranlagen

– 13,5 Mio. EUR für weitere Schulbusse

– 6,5 Mio. EUR für Schutzausrüstung (zB FFP2-Masken) für Lehrkräfte

– Kostenlose anlasslose freiwillige Corona-Testungen für Lehrkräfte

– das Vierte Maßnahmenpaket zur Gewinnung neuer Lehrkräfte 🚀

Zusätzlich unterstützen wir die Schulen mit weiteren Maßnahmen bei der Digitalisierung und dem ggfs notwendigen Distanzunterricht: 💻

– 103 Mio. EUR für die Ausstattung unserer Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten – als erstes Bundesland!

– zusätzliche 55 Mio. EUR für Leihgeräte für Schülerinnen und Schüler, die sich keines leisten können

– 5,4 Mio. EUR zusätzliches Fortbildungsbudget für Lehrkräfte

– 75 Mio. EUR für Ferienprogramme für Schülerinnen und Schüler

– Weiterentwicklung von LOGINEO als kostenlose und rechtssichere Lernplattform für den digitalen Unterricht: jetzt mit Lernmanagementsystem Moodle und einem Messenger, bald kommt ein Videokonferenzsystem dazu

– Handreichungen für die Schulen zur lernförderlichen Verknüpfung von Präsenz- und Distanzunterricht – auch da gehen wir als erstes Bundesland voran! 💛💙

… und während der Pandemie haben wir außerdem die Schulsozialarbeit gesichert, den Masterplan Grundschule und den schulscharfen Sozialindex auf den Weg gebracht. 🤓

Digitalisierung in Schule: Programme für digitale Endgeräte stark nachgefragt!

Um einen möglichst hochwertigen Distanzunterricht sicherzustellen, hat das Land NRW Fördermittel in Höhe von insgesamt 158 Mio. EUR zur Verfügung gestellt. Mit dem Sofortausstattungsprogramm werden digitale Endgeräte für Lehrkräfte sowie für Schüler, die sich keine eigenen Geräte leisten können, finanziert.

NRW ist damit auch übrigens das erste Bundesland, das seine Lehrkräfte mit Leihgeräten ausstattet! 💻

Ich freue mich, dass schon 83% der Fördersumme beantragt wurden und NRW so einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass die Digitalisierung in Schulen und aktuell das Lernen auf Distanz gelingen können. Gerade auch die Leihgeräte für Schüler sorgen für mehr Bildungsgerechtigkeit. 💛💙